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Die Kaffeehausfrage und Uwe Timm

Februar 2, 2004

Aktuell wird in diesem Hause folgendes Buch gelesen: „Rot“ von Uwe Timm. Bisher sehr spannend. Sehr gut. Sehr intensiv. Details will follow up – or not.

 

Welche deutsche Stadt, so frage ich mich gerade, hat denn eigentlich ein so ganz richtig schönes Kaffeehaus.

 

So eines, in dem man (wie in Wien) stundenlang sitzen kann, ohne belästigt zu werden. So eines, in dem keine Musik läuft (und wenn, dann nur leise Klassik). So eines, in dem das Personal den Beruf „Kellner“ noch ernst nimmt, also wirklich als Beruf sieht, und nicht, wie diese schnöseligen jungen „Eigentlich-bin-ich-Schauspieler-und-was-willste-den-trinken-ey“ Typen, die einen nicht beachten und wenn sie mal an Deinem Tisch aufkreuzen, dann mit dem Finger im Essen oder in der Kaffeetasse. So eines, in dem viele gute Zeitungen liegen; und damit meine ich nicht die Bild. So eines, in dem es belegte Brote und leckeren Kuchen gibt. So eines, in dem man lesen kann, schreiben kann, reden kann, schweigen kann, schauen kann, oder auch schlafen kann. So eines, in dem man sich kennt, aber jeder auch gut für sich alleine sitzen kann. So eines, in dem man einfach mal für eine Stunde (oder mehr oder weniger) die Hektik der Stadt aussen vor lassen kann. Hilfreiche Hinweise zu solchen Kaffees bitte an mich. Sonst muß ich wohl deswegen über kurz oder lang nach Wien auswandern. Anererseits, hey, es gibt schlechtere Gründe zum auswandern!

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