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Begrabt mein Herz an der Biegung der Spree aka Berlin sucks

Juni 30, 2006

In Ermangelung wild interessanter Flirts oder spannend aufregender Rendezvous, von denen ich hier berichten könnte, hatte ich mir überlegt, was die Alternativen sind, um zwischenzeitlich dieses Blog zu füllen.

Die Ideen reichten von „1000 Gründe warum ich Berlin heute wirklich unerträglich finde“ bis hin zu „Und nun erzähle ich, warum mir das Buch XY gut gefallen hat“. Beides (und auch all die anderen Ideen dazwischen) nicht wirklich endgültig spannend. Wobei – ich gebe es zu – ich sicher sogar mehr als 1000 Gründe aufzählen könnte, was mir im heutigen Berlin auf den Keks geht.

Dazu muß man aber sagen, daß ich einer der Menschen bin, der in den 80ern in Berlin gelebt hat. In dieser damals flirrenden Insel-Stadt, in der sich komprimiert Kulturschaffende aus aller Herren Länder getroffen haben. In dieser damals aufregenden Metrople, die übersichtlich und tolerant war. In der man sich nie wirklich gefährlich verfahren konnte, weil man irgendwann immer „auf eine Mauer“ gestoßen ist. Dann war einfach umkehren angesagt und irgendwann fand man wieder den rechten Weg. In einer Stadt, die überschaubar die besten Clubs des Landes hatte und wo die spannenden Nächte erst bei Tageslicht endeten.

Zudem ist es die Stadt, in der ich meine erste wirklich große Liebe fand, wegen der ich damals auch hierher zog. Und, werte LeserInnen, Sie werden es ahnen, es ist auch die Stadt, aus der ich wieder weggezogen bin, da es mit dieser großen großen Liebe nicht glücklich ausging. Seufz… Wobei das aber kein Grund wäre, Berlin heute nicht zu mögen. Im Gegenteil. Schön, schön, sehr schön sogar, mit genügend Abstand ab und an an altbekannten Plätzen vorbeizukommen. Und sich für einen Moment in dieser doch noch unbeschwerten Zeit zu wähnen, als man selber das Leben noch etwas einfacher und leichter gestalten konnte, und das Herz noch etwas unschuldiger und jünger war, als heute;-) Dann packt mich ein wenig der Schwermut; dieser aber mit einem frohen Lächeln um die Lippen, denn schöne warme Dinge, die kann einem nicht einmal eine hektisch laute Stadt nehmen.

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