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Grund Nr. 1 von 1.000 warum ich Berlin (wirklich) unerträglich finde

Juli 3, 2006

Das schöne an uns Menschenkindern ist ja die Tatsache, daß wir alle Individuen sind, die (meist) eine gesunde eigene Meinung und Haltung haben.

So kann ich Jessica Kastrop auch sehr gut verstehen, wenn sie aus ihrer Warte heraus, Berlin über den Klee lobt. Als Fußball-Promi und Moderatorin in diesem Bereich muß sie das ja auch irgendwie, sonst wäre sie hier und in ihrem Job wohl fehl am Platz. Ist sie aber nicht, weil das, was sie macht, gut ist und Hand und Fuß hat, und so bekommt sie auch von mir keine Gelbe Karte für ihr feiersüchtiges Party-Posting. Eher eine kleine Verwarnung, weil das gehört ja zu jedem guten Spiel dazu.

Berlin nun aber wegen ein paar Kneipen (die es in jeder Stadt auf der Welt so und in dieser Art zuhauf gibt) zu loben, wäre mir persönlich zu einfach. Auch die Tatsache, daß hier so toll gefeiert wird, wie sonst nirgendwo in Deutschland, interessiert mich persönlich nicht die Bohne. Allein die Vorstellung enggedrängt mit (Zitat Kastrop:) „1 Million Menschen“ auf der Straße (aka Fanmeile) gröhlend vor Großbildleinwänden zu stehen, weil 22 Jungs irgendwo auf einem Fußballplatz einen häßlichen flatternden Ball von rechts nach links kicken, ist mir eher ein Greuel.

Aber – wie gesagt – ein jeder hat seine eigene Meinung und Haltung und so hat die im Grundsatz wunderbare Frau Kastrop eben die ihre. Also die, die ja zur Zeit auch mächtig in und angesagt ist. In Fußballdeutschland und in dem Berlin, daß sie so liebt. Und in dem sich (Whow Whow Whow, wie toll!) die Black-Eyed-Peas in irgendwelchen Clubs geprügelt haben. (Ich dachte immer, daß sei schon seit den späten wilden Punk-Siebzigern wieder out.)

Na gut. Auf jeden Fall ist das für mich in der Quintessenz alles kein Grund Berlin zu lieben.

Grund Nr. 1 von 1.000, warum ich Berlin (wirklich) unerträglich finde…

Wenn man in München zum Bäcker geht und dort „Schrippen“ bestellt, sagt die grantige Verkäuferin:

„Sie! Des hoaßt fei bei uns Semmin und net Schrippn. Jetzat?“

(Übersetzung: Entschuldigen Sie bitte, aber bei uns in Bayern sagt man zu den Schrippen Semmeln. Wieviele hätten Sie denn nun gerne?)

Wenn man in Berlin zum Bäcker geht und dort „Semmeln“ bestellt, sagt die zickige Verkäuferin:

„Semmln. Wat soll’n ditte sein? Ham wa nich!“

(Übersetzung: Ich weiß zwar genau was Du willst, aber wenn Du Tourist nicht mal weißt, was Schrippen sind, lasse ich Dich doch zur allgemeinen Belustigung am ausgestreckten Arm verhungern!)

Und nur um das vorab schon klar zu stellen. Mir ist das persönlich weder hier noch dort passiert. Aber beides habe ich (leider) schon als Beobachter miterlebt!

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