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Claudia Roth, Sarah Kuttner und Grund Nr. 2 von 1.000 warum ich Berlin (wirklich) unerträglich finde

Juli 5, 2006

Durch Berlin kann man sich nicht einmal ruhig (Egal ob zu Fuß oder mit dem Auto) bewegen, ohne daß einem Politiker oder Promis bzw. irgendwelche EntertainmentMusc.. Menschen über den Weg laufen…

Zum einen ist die Gefahr, friedlich flanierend, von Menschen, wie Sarah Kuttner, mit einer Kamera und einem Mikro überfallen zu werden – und dabei völlig bescheuerte und sinnfreie Fragen gestellt zu bekommen – verdammt hoch. Auf jeden Fall viel höher, als in allen anderen deutschen Städten. Und leider so hoch, daß ich eigentlich am liebsten allen hier ansässigen Fernseh- oder Radiosendern im voraus Einstweilige Verfügungen zusenden möchte. Solche, in denen klar geregelt ist, daß die mir nie näher als 250 Meter kommen dürfen. Bei Frau Kuttner würde ich wahrscheinlich sogar auf 500 Meter Abstand bestehen.

Zum Glück allerdings ist Stefan Raab in Köln, denn bei dem (oder seinem Burschen Elton) würde ich die Zone dann locker auf 1.500 Meter ausdehnen. Insofern eigentlich – also, was das mit Herrn Raab angeht – doch wieder ein Punkt für Berlin!

Zum anderen besteht aber hier nicht nur die ständige Gefahr, daß immer die Straßen, auf denen man gerade fährt, wegen Konvois von irgendeinem überbezahlten Politiker, oder von irgendeinem belanglosen Staatsbesuch, temporär gesperrt werden.

Nein, es besteht zudem auch die wirklich unerträgliche Gefahr, daß man friedlich im griechischen Feinkostladen steht und neben einem plötzlich Claudia Roth auftaucht. Nichts dagegen, die muß ja auch irgendwo ihr Zeug einkaufen. Aber muß das unbedingt sehr laut und sehr schrill kichernd da sein, wo ich gerade entspannt Oliven probiere? Natürlich bin ich als Kunde dann erst einmal vergessen, weil sich jeder im Laden nur noch um Frau Mega-Schrill-Roth kümmert. Wobei ich ja eigentlich doch wieder dankbar bin, daß es hier nur um einen Einkauf geht, denn sie könnte ja auch in so einem Moment expressiv zu tanzen anfangen, wie sie es ja gerne auf dem einen oder anderen Event macht.

Freund D., dem ich davon mal berichtete, meinte, ich solle nicht so schwierig sein, die Roth wäre wenigstens authentisch. Ja ja ja, mag ja sein, die ist durchaus besser und authentischer, als viele andere Nervensägen-PolitikerInnen, aber warum muß das unbedingt in meiner Nähe sein?

Alternativ steht man entspannt am Samstag irgendwo am Winterfeld-Markt, und plötzlich wird man roh und hart von einem Bodyguard zur Seite geschubst. Politiker XY hat sich mal wieder einfallen lassen, samt Entourage, dort am Samstag Volksnähe zu demonstrieren und sein Brot und anderes einzukaufen. Ja verdammt, dann soll er sich halt verkleiden und sich eine Sonnenbrille aufsetzen und einen Hut, aber nicht andere Menschen mit seinem ganzen Tross belästigen.

Diese Liste ließe sich hier in Berlin leider endlos fortsetzen.

Der Stoiber Edmund in Bayern dagegen (nicht, daß ich unbedingt zu seinen Freunden zähle), der läßt wenigstens standesgemäß sein Personal für sich einkaufen. Und mir damit meine Ruhe…

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