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Schlumma bei Lumma (oder so…)

Januar 13, 2007

Wenn mir – was zwar selten vorkommt – doch ab und an ein wenig fad ist, stöbere ich gerne mal auf Nico Lummas Stadt-Blogplänen auf blogplan.de.

Die Pläne sind für fast alle großen deutschen Städte verfügbar. Man kann dort recherchieren, wer alles an welchen Bus-, Tram-, S-, oder U-Bahnhaltestellen seine Gedanken in netztaugliche Worte packt. So war es zumindest wohl einmal geplant. Mir als a.) neugierigem und b.) visuellem Menschen, taugt diese Art der Blogsuche ungemein. Und das, obwohl es – wie bei anderen Blogsuchseiten – keine Vorschau gibt. Es ist trotzdem spannend auf einen „Blick“ zu sehen, wer so alles in der Nachbarschaft, in der Stadtmitte, im Randbezirk, im sozialen Brennpunkt oder im Elfenbeinturm schreibt.

Während in den meisten Städten nur Blogs gelistet sind, die auch wirklich Blogs sind, haben in München, Köln, Bonn und Chemnitz wohl mehr als 95 % der Listings mit Blogs soviel zu tun, wie ein gewisser Don A. mit warmer verständnisvoller und ausgewogener Friedfertigkeit, Sanftmut und Lammfrömmigkeit! Nämlich nüscht! (Leider, weil er ja im Grundsatz eine gar feine Schreibe hat. Achja, welch vergeudetes Talent…)

Dafür findet man von Viagra über Online-Games bis hin zu den Ansichten irgendwelcher Genitalien so ziemlich alles; nur nicht die gewünschten Blogs. (Das wäre so, als wie wenn ich bei besagtem Don A. vorbeischauen würde, um ein zartes feinfühliges Essay über die „Sinnliche Liebe und Geborgenheit in Zeiten des Weltuntergangs“ zu suchen; und aber alles, was ich finde, sind olle Schwanzvergleiche.)

Ob das nun daran liegt, daß Nico Lumma (was ich schwer vermute) neben seinem Hauptjob und seinem Lummaland-Blog auch noch auf vielen weiteren Hochzeiten Webprojekten tanzt, er eventuell nicht mehr aus seinem Auto aussteigen mag, er gar in einen virtuellen Dornröschen-Schlumma verfallen ist, oder ob er einfach die Lust an den feinen Blogplänen verloren hat, vermag ich nicht zu sagen. Schade ist das aber schon, auch oder weil die Pläne inzwischen manchmal eher wie Web 1.35 anmuten, als wie Web2.0.

Wäre ich jetzt ein junger wilder Net-Nerd, würde ich mich glatt anbieten, ihm an einem (nicht vorhandenen eingeschneiten Wochenende) mal seine Blogplan-Datenbank von dem ekelerregenden Genital-Müll zu säubern. Da ich aber eigentlich selber genug an den Hacken habe, und in der spärlichen Freizeit auch lieber mit Freund D. und dem Goldhund durch die reale Münchner Nachbarschaft ziehe, sieht das dann doch eher schlecht aus. Wobei… Hmmm… Aus Eigennutz und Lokalpatriotismus wäre ich zumindest bereit, ihm wenigstens mal München auf Vordermann zu bringen. Da ich auf der anderen Seite aber schwer vermute, daß sein Datenbanksystem kaum Mac-Kompatibel und Narziss-Idiotensicher ist, werde ich mich bei seinen Plänen wohl weiter durch Casinos, Viagra-Angebote und mehr klicken müßen, bis ich endlich mal zügig und einfach erfahre, wer denn so im Haus nebenan was zum besten gibt…

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2 Kommentare leave one →
  1. Januar 15, 2007 9:59 am

    du hast recht, zu viel zu tun, zu wenig zeit, zumal blogplan.de damals ein projekt vom azubi war, der mittlerweile nicht mehr bei uns arbeitet.

  2. Januar 15, 2007 10:45 am

    Und wer bringt mir nun mein schönes München wieder auf Vordermann? „Rammadamma“ nennt man das hier in Bayern, wenn zum Beispiel die Isar von allerlei Schmutz gereinigt wird!

    Wäre ich nun ein junger wilder Bursche, würde ich mich ja allein schon deshalb sofort um einen Ausbildungsplatz bewerben…

    Ich beantrage alternativ die Gründung einer Blogplan-Rammadamma-Gruppe!

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