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Apropos Ihr ahnungslose Jugend! Spliff isses!

Februar 26, 2007

Ab und an mal wieder den Keller aufzuräumen kann spannendes aus vergangenen Tagen ans Licht der Gegenwart bringen. Vorausgesetzt, man hat eine Vergangenheit, die über Eure Jamba-Klingeltöne, Casting-Shows, MP3-Player und Wettbesäufnisse hinausgeht.

Anfang der 80er war es; also damals, als die Bands ihre Musik noch selber machten. Mit echten Instrumenten, echten Stimmen und echten Gefühlen. Eh klar!

Manfred Praeker, Herwig Mitteregger, Bernhard Potschka und Reinhold Heil lernten sich Mitte der 70er in West-Berlin in der und um das Umfeld der Polit-Rock-Band „Lokomotive Kreuzberg“ kennen. Mittereger, Praeker und Potschke gründeten nach dem Ende der Lokomotive gemeinsam mit dem dazugekommenen Reinhold Heil und Nina Hagen die „Nina Hagen Band“. Gleich nach dem ersten Album Nina Hagen Band, das sich unvorstellbar gut verkaufte und mächtig für Furore sorgte, zerstritt sich Frau Hagen mit der Band (es ging um Geld, Ego und Macht; Zitat Hagen „Ich mach Weltkarriere, und da zieh ich euch Idioten doch nicht mit“) und so entstand (wg. Vertrag mit dem Label) nur noch ein gemeinsames Album (allerdings getrennt aufgenommen): Unbehagen. Danach war Schicht im Schacht.

Immerhin war dieses ruppige Ende aber auch gleichzeitig die Geburtsstunde von Spliff. Darum verdanke ich Nina Hagen nicht nur die zwei oben erwähnten guten LP’s mit den „Spliff Leuten“, sondern quasi auch das großartige Nach-Trennungs-Album The Spliff Radio Show. Also das, welches sich vorhin im Keller beim aufräumen manifestierte.

So hat in der Vergangenheit alles Schlechte, auch sein Gutes! Und ich damit seitdem ein zeitlos perfektes Album:

„Got no friends? Got no fun? Listen to SPLIFF and you’ll see the sun!!!“

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4 Kommentare leave one →
  1. Februar 27, 2007 10:37 am

    ahhh, mein Herz schmilzt dahin bei diesem Post, lieber Marc. Gebe hiermit öffentlich zu, vor 20 Jahren Herwig Mitteregger angeschmachtet zu haben. War auf diversen Spliff-Konzerten und auf seinen Solo-Konzerten (Alabama-Halle) und hab an Spliff den einzigen Fan-Brief meines Lebens geschrieben. Habe nie aufgehört auf Antwort zu hoffen.

  2. Februar 27, 2007 11:05 am

    Ahhh Rinski, Du bist ja noch jung und so besteht immer noch die Chance auf Antwort!!!Und Herwig Mitteregger – ich weiß, ich weiß – wäre schon alleine wegen der grandiosen Songs „Deutsche Läuse“ und „Mein Klavier“ ein ganz eigenes langes ausführliches und anhimmelndes Post wert. Dieser Ball liegt jetzt aber bei Dir!

  3. Mai 11, 2008 10:49 pm

    Unfreiwillige Komik, ich überlegte gerade was es morgen zu essen gibt, lese Spliff und was gibt’s morgen wohl? „Carbonara … “ 😉Bei den musikalisch angehauchten postings hier komme ich mir vor als wenn ich in meinen alten Cassetten und Platten stöbere. Angenehm.

  4. Mai 12, 2008 9:24 pm

    @ SnaphappyIch bin beruhigt, daß ich nicht der einzige Mensch bin, der noch seine alten (seit ca. 10 Jahren nicht mehr gehörten) Cassetten treu aufhebt!

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