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2 km zwischen Genesis und mir

Juli 10, 2007

Nie im Leben würde ich freiwillig in ein Genesis Konzert gehen. Nie. Auch hören will ich diesen britischen Wimmer-Kuschel-Rock nicht einmal. Nirgendwo und gar nicht. Wahrscheinlich – um meine Haltung sehr klar zu schildern – würde ich sogar der umwerfendsten Frau, die spontan wilden hemmungslosen Sex mit haben wollte, aber darauf bestehen würde, dabei Genesis zu hören, einen Korb geben. Einen saftigen. Yes!

Nun sitze ich in meiner eigentlich wunderbaren Wohnung, in der ich normalerweise um diese Zeit gute Musik höre, feine Bücher lese, gut esse, oder entspannt eine Dokumentation anschaue und habe Genesis live im Wohnzimmer. Das, weil und obwohl sie ca. 2 km von mir entfernt im Olympiastadion ein Konzert geben, aber der Wind aus Westen kommt. Damit ist selbst bei geschlossenen Fenstern dieses jammernde Gedudel von Phil Collins und Co. in einer Lautstärke zu hören, die mich fast dazu bringt, die Olympiapark Gmbh, die Stadt München, das Ordnungsamt, Genesis, Edmund Stoiber, die deutschen Grenzpolizisten und wen auch immer, wegen allerschwerster Körperverletzung zu verklagen.

Der schadenfrohe Gedanke daran, daß es vorhin wie aus Kübeln geschüttet hat und die meisten Fans nun hoffentlich wohl klitschnass und zitternd da im Stadion stehen, entschädigt und besänftigt mich zumindest ein bißchen…

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6 Kommentare leave one →
  1. Juli 10, 2007 8:38 pm

    Uff, noch einmal Glück gehabt. Kein einziger Genesis-Titel in meinem iTunes.

  2. Anonymous permalink
    Juli 10, 2007 10:27 pm

    ich bin grad über umwege auf der suche nach diversen ’narziss’definitionen auf diese (deine) seite gekommen – lese etwas über guten musikgeschmack, wohungen neben olympiastadien und genesis und ich (keine genesis platte besitzend) wage es jetzt dir ein lied namens deep green von collins allein wenn ich nicht irre anbieten zu wollen (wage es dir anbieten zu wollen absichtlich verwendet)und empfehle dir noch mit dem anhören bis herbstbeginn zu warten, dich dann auf einen steg zu legen an einem see (ich meine kein freibad oder irgendeine schottergrube die sie mitten in der stadt ausgehoben haben und dann mit ‚badesee‘ oder treffend aber nicht besser ‚baggersee‘ bezeichnen – sonder einen echten see) und (achtung jetzt könnte es kitschig klingen) die augen zu schließen (augen schließen an sich is eh nit kitschig aber … ja … zusammenhänge) und dann … wir werden sehenen .. ** lass es fließen / lg * neni

  3. Juli 11, 2007 7:25 am

    Zu Genesis fällt mir immer nur folgendes ein: „Oh, Mama, it’s just Genesis, not Beastie Boys“. Aus? Na? Aber klar: „Fight for your right to party“. Und good old Phil ist nicht eingeladen…

  4. Juli 12, 2007 8:07 am

    @ NeniIch sperre mich ja nicht grundsätzlich gegen neue Erfahrungen. Aber ob ich das Hochton-Geschluchze vom ollen Collins haben muß, weiß ich nicht so genau. Ich besorge mir das Lied aber trotzdem mal und werde berichten.P.S. „Lass es fließen“ hörte ich sonst immer nur von meinen Sanyassin-Freunden in den 80ern und 90ern;-)

  5. Risnki permalink
    Juli 13, 2007 1:19 pm

    Was ich dazu noch verspätet sagen wollte: ich hatte mal 3 km zwischen mir und Michael Jackson, und als er dann sang: „Billie Jean hgggg, that’s my love“ musste ich mir vorstellen, wie er sich bei „hgggg“ in den Schritt greift. Da hätte ich mir so was wie „another day in pääääradeis“ gewünscht.

  6. Juli 14, 2007 1:12 am

    Schnucki Rinski! Billie Jean is NOT my lover, heißt das! Also ehrlich!!!!!

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