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Die FDP, das Hotel, ich, das Frühstück und nervöse Politikerinnen

September 6, 2007

Der umtriebige Power-Linker Dorin nörgelt hier in den Kommentaren rum, daß ich nicht damit rausrücken würde, welche FDP-Dame(n) aus dem FDP-Präsidium sich während der FDP-Herbsttagung an der Rezeption des Nassauer Hof leicht unangenehm nervös verhalten haben/hat.

Eigentlich respektiere ich ja absolut die Privatsphäre halbwegs bekannter Menschen. So posaune ich zum Beispiel auch nicht laut aus, was genau im Detail Herr Rainer Brüderle und Herr Dr. Hermann Otto Solms – am Frühstückstisch neben mir – über hoffnungsvoll illusorisch geplante „5% Steigerungen“ der FDP diskutiert haben, oder daß Dr. Hermann Otto Solms von Rainer Brüderle nicht mit Hermann Otto, sondern nur mit Otto angeredet wird. Nichts sage ich; meine Lippen bleiben diesbezüglich verschlossen. Höchstens werde ich erzählen, was auch unbeteiligte Beobachter von aussen sehen konnten, nämlich, daß beide Herren Tee getrunken haben, Dr. Hermann Otto Solms die Süddeutsche zum Frühstück las, und Rainer Brüderle noch einen Actimel-Drink und ein Müsli zu sich nahm. Weder wirklich weltbewegendes, noch zu intimes eben. Wobei ich erfreut erstaunt anmerke, daß die beiden Herren, im Gegensatz zu den jüngeren FraktionskollegInnen, relativ früh im Frühstücksraum waren und sich NICHT das Frühstück aufs Zimmer bringen liessen. Volksnähe nennt man das unter anderem!
Für die interessierten modebewußten Leserinnen dieses Blogs sei nebenbei erwähnt, daß Dr. Hermann Otto Solms (ebenso wie ich) eine Kombination aus mittelblauem Hemd, Jeans und einem feinen graumelierten Sakko (ohne Krawatte) trug. Man konnte uns dennoch nicht verwechseln. Er trägt schließlich einen Schnauzer, ist einige Jährchen älter und saß (wie erwähnt) mit Rainer Brüderle am Tisch. Ich dagegen nur mit meiner blutjungen lasziven Gespielin der vorangegangenen langen und auschweifend wilden Nacht, sowie einer dunklen Sonnenbrille… (Der letzte Satz entspricht zwar leider nicht der Wahrheit, klingt aber irgendwie lässig und dem Ambiente angepaßt.)

Aber zurück zum Abend davor.
Nachdem mich Wolfgang Gerhardt freundlich anlächelte (Mit wem mag er mich nur verwechselt haben!?) stand ich wartend an der Rezeption. Eine Rezeption eines Hotels ist – im Gegensatz zu einem Frühstückszimmer – selbst in einem guten Hotel ein öffentlicher Raum. Und so kann ich die Neugierde vom Ex-FDP Sympathisanten Dorin dahingehend befriedigen, daß ich nun in bester Yellow-Blog-Press-Manier die eigentlich uninteressante und langweilige Tatsache niederschreibe, daß z.B. Frau Homburger ganz hysterisch unfreundlich aufgelöst war, weil „die Fraktion sich gleich trifft„, sie aber zu spät dran ist, sie ganz ganz schnell einchecken muß, sie ihr Gepäck auch nicht vom (zugegebenermaßen merkwürdigen) Zimmerpagen auf ihre Suite getragen haben möchte, sondern vom Concierge höchstpersönlich und er ihr zudem auch gleich den Weg zur Garage zeigen sollte, wo der Fahrer wartet. Wie gesagt, eigentlich uninteressant und unspektakulär. Nur – aus der Nähe erlebt – alles irgendwie ziemlich unangenehm und einen Tick drüber.

Alles andere an weiteren Erlebnissen und Insider-Informationen werde ich standhaft für mich behalten. Ich will schließlich nicht daran Schuld sein, wenn die FDP durch unbedachte Plaudereien meinerseits, nicht 5 % nach oben, sondern nach unten geht!

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2 Kommentare leave one →
  1. September 6, 2007 9:33 pm

    Bitte keine Links mehr zu mir völig unbekannten Politikerinnen ohne warnenden Hinweis, was einen erwartet! Bin plötzlich wieder stocknüchtern.

  2. September 6, 2007 10:33 pm

    Hab Dich nicht so! Immerhin weißt Du nun, wo Du schnell mal hinsurfen kannst, wenn Du eine schnelle Ausnüchterung brauchst. Besonders empfehlenswert: Die Bildergalerien.

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