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Die Revolution findet nicht im Fernsehen statt – Gil Scott-Heron

April 21, 2008

gil_scot_heron

The Revolution will not be televised. So mandate my ass…

Anfang der 80er war es, als ich das erste Mal mit Gil ScottHeron in Berührung gekommen bin. Politische und sozialkritische Texte bzw. Aussagen gepaart mit Funk/Jazz/Soul-Elementen. Seine Songs haben mich damals inhaltlich und muskalisch berührt. Und selbst wenn ich heute dann und wann seinen musikalisch zeitlosen Liedern lausche, merke ich, die Texte sind zwar nicht mehr zeitaktuell, aber seine Grundsatzkritik am System hat noch immer Bestand, berührt mich noch immer. Nur die Figuren im System haben sich geändert. Sonst ist alles gleich geblieben. Sonst ist schon immer alles gleich geblieben im System.

Wie auch immer. Durch seine schon in den frühen 70ern begonnene Art, Musik mit Sprechgesang zu kombineren, gilt er zwar als einer der Wegbereiter für den moderen Rap und Hip-Hop; ist aber heute doch „relativ“ unbekannt bei der jüngeren Generation. Means: Wenn heute irgendwelche austauschbaren coolen Kids in den üblichen hippen TV-Musik-Shows salbadernd revolutionär so tun, als hätten sie den sozialkritischen Rap, Hip-Hop oder Gesang für sich abonniert oder gar erfunden, empfiehlt sich lächelnd anzumerken: „Kinder, Ihr habt ja gar keine Ahnung! Die Revolution findet nämlich nicht in Euren wiederkäuenden TV-Shows und Euren wiederkäuenden Köpfen statt! Sie findet auch nicht jetzt erst statt. Hey, Ihr seid ungefähr so revolutionär, wie die kapitalistische Industrie, der Ihr Euch und Eure kurze Wildheit für ein bißchen Aufmerksamkeit verkauft habt. Das Leben ist kein Film und keine Show. Das Leben findet draussen statt. Die Revolution findet nicht im Fernsehn statt.“

B-Movie:

P.S. B-Movie läuft über 9 Minuten. Am Anfang eher nur Sprache, die (gute) Musik setzt erst relativ weit hinten ein! Trotzdem alles hören, please!
P.P.S. Who’ll Pay Reparations On My Soul?

Nachtrag:

Marshall McLuhan, ein kanadischer Literatur- und Kommunikationswissenschaftler und auch Medienkritiker, der die bekannte These „The Medium is the message“ geschaffen hat, hat es in längeren Worten so formuliert; und das paßt in diesem Zusammenhang auch ganz gut hierher:

„Societies have always been shaped more by the nature of the media by which men communicate than by the content of the communication…“

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4 Kommentare leave one →
  1. April 21, 2008 12:50 pm

    tv shows sind revolution?ich dachte immer das wäre das radl des bösen ladenbesitzers umschmeißen gewesen…aber ich kannte den auch nicht. insofern…grazie.

  2. April 21, 2008 1:26 pm

    TV-Shows sind eben nicht revolutionär; wer lesen kann ist klar im Vorteil, f.k.! Die Kids in den Shows denken, sie wären revolutionär.

  3. April 21, 2008 7:53 pm

    @ f.k., Du warst das also mit meinem Rad! Wenn ich dich in die Finger kriege…

  4. April 21, 2008 11:49 pm

    das da oben ist eine ironisch angehauchte rhetorische frage lieber marc^^also bitte.oder muss ich dir die emoticons dahinter setzen??🙂siehste, wegen dieser dummen tv-shows hab ich damals meinen fernseher auf popas rad ge- und es damit umgeworfen und damit zwei dinge getan…^^

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