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Logik beim Münchner Finanzamt

April 23, 2008

Ich weiß, die Blogüberschrift mag dem einen oder anderen wie ein Paradoxon in sich scheinen, also eine dieser ungelösten Fragen bzw. Phänomene, die dem menschlichen Verstand oder seiner Intuition auf das äußerste widersprechen. Aber Widerspruch hin oder her, bei meinem Finanzamt versucht man sich trotzdem gepflegt in moderner Paradoxie.

Also. Ich gebe irgendwann Mitte/Ende März (nach vielen fiesen Mahnungen) endlich meine Steuererklärung für 2006 ab. Ich bekomme daraufhin Anfang April einen Steuerbescheid bei dem es mir die Schuhe komplett auszieht. Dies ob der imensen Vorauszahlungen, die sie für die nächsten Jahre angesetzt haben. So scheint das Münchner Finanzamt anzunehmen, ich würde vermutungsweise und zukünftig einen regelmäßigen Jahresverdienst wie Sohnemann DonnA wie der erfolgshungrige Peter Turi wie Mr. sucessfull himself Nico Smiling Lumma wie mein Freund Lottokönig Dorin Popa wie Steve Jobs haben. Dieses Vertrauen in meine Leistungen ehrt mich zwar, und ich benutze ja auch schon immer Macs und bin daher zumindest in diesem Punkt Steve Jobs nicht unähnlich, aber finanziell spiele ich doch in einer anderen Liga. Mein Einkommen ist schließlich so wankelmütig und flüchtig, wie die russischen Mädels, denen Dorin so gerne hinterherschaut. Also hat meine Steuerberaterin sofort Einspruch eingelegt; Die Nachzahlung, und ganz besonders die Vorauszahlungen seien definitiv unangemessen und viel zu hoch!

Warten. Gestern dann erneute Post vom Finanzamt. Hey! Überrraschung! Die Nachzahlung haben sie zwar ein klein wenig minimiert, dafür aber der Finanzamts eigenen Logik folgend gleich mal die Vorauszahlungen verdoppelt… Verdoppelt!

Ich bin gespannt, ob sie mich nach dem nun folgenden Einspruch dann gleich auf einer Einkommensebene von Bill Gates, dem Sultan von Brunai oder Roman Libbertz Abramowitsch einstufen. Und wenn ja, wer kennt ein nettes ruhiges (hundefreundliches) Plätzchen, an dem kein Auslieferungsabkommen mit den Steuerbehörden aus München besteht?

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6 Kommentare leave one →
  1. April 24, 2008 2:36 pm

    cayman islands.ich nehm dann die hütte neben dir^^

  2. April 24, 2008 3:30 pm

    Selten so gelacht, ärmer als ich kann man gar nicht sein. Die paar Kröten für Text-, Banner- und Daueranzeigen gehen alle für die fleißigen MitarbeiterInnen drauf.Gruß, Peter Turi

  3. April 24, 2008 3:36 pm

    Bei meinem letzten Steuerstrafverfahren und der damit verbundenen Prüfung meiner Bücher hatte ich wegen einer Entscheidung über hundertundeinpaar Kröten einen Widerspruch eingelegt.Woraufhin mir der Amtsleiter vorab per Fax mitteilte, daß der Betrag zu läppisch wäre, um sich mit meinem Widerspruch zu beschäftigen.Offenbar ist ihnen dann noch aufgegangen, daß so eine Aussage für ein Finanzamt nicht ganz koscher ist, und haben den Brief nie abgeschickt, sondern meinen Widerspruch nur ignoriert…

  4. April 24, 2008 7:44 pm

    Mensch Peter, wie man sich von aussen so irren kann. Turi2 sieht für mich einfach schon immer nach einer stylish erfolgreichen Internetbude ähh Company aus. So eine, bei der die großen Player mit Millionenangeboten schon vor der Türe scharren…P.S. Nichts gegen Kröten für fleissige MitarbeiterInnen, aber doch bitte auch nichts gegen ein wenig gesund motivierende Ausbeutung. Die Big-Player wollen schliesslich Effizenz und Leidensfähigkeit sehen, bevor sie zuschlagen.

  5. April 30, 2008 3:26 pm

    tja, smile

  6. April 30, 2008 4:00 pm

    @ RomanEin Anwalt, der nicht sofort und auf das äußerste dementiert? Was soll uns das sagen? Gefährlich, gefährlich…

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